Schwarzkümmelöl

30.11.2020 20:58

Schwarzkümmelöl: ein traditionelles Heilmittel aus dem alten Ägypten

Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eine einjährige Pflanze, die aus der Familie der Hahnenfußgewächse stammt. Sie ist im Süden Asiens heimisch, wird heute aber auch vermehrt in Mittelmeerländern und Mitteleuropa kultiviert. Positive Auswirkungen auf die Gesundheit wurden dem Schwarzkümmel in Ägypten schon vor rund 4.000 Jahren nachgesagt. Dort befindet sich auch der Ursprung der alten Kulturpflanze, die als "Gold der Pharaonen" bezeichnet wurde. So wurde Schwarzkümmelöl von den Leibärzten der Pharaonen zum Beispiel gegen Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Entzündungen eingesetzt. Aber auch bei körperlicher Schwäche und Frauenbeschwerden fand das Öl vor Tausenden von Jahren schon Anwendung. Heute wird das Schwarzkümmelöl immer noch angewendet. Am besten untersucht ist die Wirkung der Heilpflanze bei Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes Mellitus, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten.

Die Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl

Das dunkle, intensiv duftende Schwarzkümmelöl wird aus den schwarzen Samen der Pflanze gewonnen. Zum größten Anteil, nämlich rund 60 Prozent, sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure enthalten, die der Körper nicht selber herstellen kann. Im Schwarzkümmelöl sind des Weiteren ätherische Öle enthalten, denen vor allem in der Alternativmedizin desinfizierende, antioxidative und antimykotische Wirkungen zugeschrieben werden. Der wohl wichtigste Bestandteil dieser ätherischen Öle ist Thymochinon, das eine potenziell keimtötende Wirkung hat [1]. Das Öl enthält außerdem lebenswichtige Vitamine wie Vitamin C und E und Provitamin A sowie die Mineralstoffe Magnesium, Zink, Selen und Biotin. Schließlich stecken in Schwarzkümmelöl essenzielle Aminosäuren. Hervorzuheben sind dabei L-Tyrosin und L-Phenylalanin, die die Grundbausteine der Botenstoffe Dopamin und Adrenalin sind.

Studien zur Wirkung von Schwarzkümmelöl auf den Körper

Schwarzkümmelöl kann innerlich eingenommen werden, ist aber auch zur äußerlichen Anwendung geeignet. Das Öl gilt in der Alternativmedizin als wahres Wundermittel gegen viele Volkskrankheiten, wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit beim Menschen gibt es dazu jedoch bisher nur selten. Verschiedene Studien [2] weisen auf die immunmodulatorische Wirkung von Schwarzkümmelöl hin, sodass es zum Beispiel im Rahmen von ganzheitlichen Therapien bei Immunschwäche und Allergien eingesetzt werden kann. Darüber hinaus gibt es erste Erkenntnisse darüber, dass das Öl sich positiv auf den Blutzuckerspiegel und Bluthochdruck auswirken kann [2]. Auch eine Wirkung bei Asthma konnte bereits nachgewiesen werden [3]. Äußerlich angewendet, kann Schwarzkümmelöl dank seiner essenziellen Fettsäuren bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne helfen. Aufgrund des enthaltenen Biotins sollen Haarkuren mit Schwarzkümmelöl das Haar stärken und ihm Glanz verleihen.
 
Wissenswertes über Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl sollte kaltgepresst werden, da einige Inhaltsstoffe des Öls hitzeempfindlich sind. Das Pflanzenöl ist sehr sensibel und hält sich geöffnet nur etwa drei Monate. Da es sich bei Schwarzkümmelöl um ein Naturprodukt handelt, kann es bei der Einnahme zu Nebenwirkungen wie Juckreiz und Übelkeit sowie allergische Reaktionen kommen. Wichtig: Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle sollte Schwarzkümmelöl nicht von Schwangeren eingenommen werden. Es kann wehenfördernd wirken.

[1] Schwarzkümmelöl - Wie gesund ist es wirklich? https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/schwarzkuemmeloel-wie-gesund-ist-es-wirklich-11799/
[2] Schwarzkümmel (Nigella sativum). https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/Schwarzk%C3%BCmmel.pdf
[3] Antiasthmatic effect of Nigella sativa in airways of asthmatic patients. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20149611)


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